Eigene Wege gehen … auch zum Valentinstag

Als ich auf der Suche nach einem schönen Blumenmotiv zum Valentinstag meine Fotosammlung durchschaute, lachte mich diese trotzige Ringelblume an, wie sie sich da frech und eigenwillig neben dem Blumenkasten zwischen den Steinen der Terrasse ihren ganz eigenen Weg gebahnt hatte.

Eigene-Wege-gehen

Schnell noch etwas Graffiti an die Holzwand geschrieben und schon ist mein Gruß zum Valentinstag fertig.

(Vorerst) gewonnen!

camapct-keine-überwachungEndlich gibt es mal wieder etwas Positives zu vermelden. Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf zum „Arbeitnehmerdatenschutz“ zurück gezogen. War es tatsächlich unser aller Widerstand? Knapp 75000 Unterschriften durch campact im Internet organisiert, massive Proteste von Gewerkschaften und vielen engagierten Oppositionspolitikerinnen und -politikern. Und hatte man einfach nur Angst, wenn man dieses Thema jetzt zu sehr in die Öffentlichkeit bringt, dass dann die Piratenpartei wieder aus der Versenkung nach der Niederlage bei der Niedersachsenwahl hervor geholt wird?

Egal, wie dem auch sei. Ich freue mich. Jetzt kann es auf diesem Gebiet einen Neuanfang der Diskussion geben und vielleicht kommt ja am Ende doch noch ein Gesetz heraus, dass den Namen „Arbeitnehmerdatenschutz“ zeitgemäß regelt.

Weiter Informationen zu diesem „Projekt“ gibt es in einem ausgezeichneten WordPress blog, auf den ich hier gerne hinweise: Beschäftigtendatenschutz – aber richtig!

Fröhliche Weihnachten!

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…“

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… es muss ja nicht gleich der „Herr der Herrlichkeit“ sein, der da an unsere Tür klopft.

Das Niedrigste an-nehmen und im Kleinsten das Höchste zu erkennen, das ist Weihnacht.

Ich wünsche Dir und mir zu Weihnachten, dass wir stets eine offene Tür haben für all jene, welche bei uns vor der Tür stehen und die unsere Hilfe und Solidarität benötigen.

Ich wünsche ein gesegnetes Weihnachtsfest!

 

Dresden

In dieser Woche habe ich beruflich in Dresden zu tun. Ich betreue hier ein Seminar von Arbeit und Leben Bielefeld zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dresden wurde als Tagungsort ausgewählt, weil es mit dem Hygienemuseum eine herausragende Institution gerade zu diesem Thema in Deutschland zu bieten hat.

Gestern hatten wir nach dem eigentlichen Seminar eine Stadtführung organisiert, durchgeführt von „Igeltour-Dresden„. Der Titel dieses Stadtrundgangs lautete „Dresden von hinten“. Hier wurden uns u.a. auch einige Dinge gezeigt, die der gewöhnliche Tourist in dieser Stadt wohl nur selten zu sehen bekommt, z.B. das Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nazis im März 1933 in dieser Stadt und verschiedene Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg. Auch spielte das Gedenken an die 25.000 Opfer durch die englischen Bombenangriffe Februar 1945 eine Rolle.  Hier versuchen seit einigen Jahren Neonazis dieses Gedenken für ihre braune Propaganda zu mißbrauchen. Umso mehr „Hut ab!“ vor allen Dresdner Frauen und Männer und ihren Freundinnen und Freunden, die sich diesen Naziaufmärschen in den Weg stellen. Auch ich habe in den schrecklichen Nächten des Februar 1945 in Dresden eine Tante und zwei Cousins „verloren“. Ihre Namen sind heute in der wiederaufgebauten Frauenkirche verewigt. Ihnen – und allen anderen Toten des Weltkriegs sind wir heute verpflichtet, für den Frieden zu kämpfen – und das sich ein Terror wie zur Zeit der Nationalsozialisten nie wieder wiederholen möge.

 

 

Im Gedenken an Neil Armstrong

Mond am 27. August 2012

Der Mond am 27. August 2012 – Im Gedenken an Neil Armstrong

Dieses Foto entstand im Gedenken an Neil Armstrong, der am letzten Samstag verstorben ist. Neil war einer der Helden meiner Jugendzeit, der erste Mensch, der den Mond betreten hat. Wahrscheinlich der größte Aufbruch im letzten Jahrhundert.

Zur Mondlandung war ich 14 Jahre alt. Schon lange habe ich zuvor das Apollo-Programm der USA verfolgt. Der Wettlauf zwischen den damaligen „Supermächten“, den USA und der UdSSR, der „Griff nach den Sternen“ hatte für mich damals etwas sehr faszinierendes. Die Freude an der Astronomie ist bis heute geblieben.

Auf einer Webseite der Familie von Neil Armstrong heisst es:

“For those who may ask what they can do to honor Neil, we have a simple request. Honor his example of service, accomplishment and modesty, and the next time you walk outside on a clear night and see the moon smiling down at you, think of Neil Armstrong and give him a wink.”

(http://neilarmstronginfo.com/statement/)

Knapp übersetzt: „Wenn Sie Neil eine letzte Ehre erweisen wollen…, das nächste Mal, wenn Sie draußen in einer klaren Nacht spazieren gehen und der Mond auf Sie herunter lächelt, denken Sie an Neil und blinzeln Sie ihm zu.“

Flagge zeigen

Es ist mal wieder soweit: „alle Welt“ zeigt Flagge. Zahllose Autos bei uns zeigen schwarz-rot-gold, aber immer wieder sieht man auch die Fahnen von England oder Portugal oder aus anderen Ländern.

Ich finde es ganz okay, wenn man die eine oder andere Mannschaft im Fußball unterstützt. Auch ich schau gerne zu und zittere mit „meinem Team“, wenn es mal nicht so läuft.

Doch ist es wirklich unser Traum, das „unsere“ Mannschaft gewinnt? Ja, klar, werden mir alle antworten.  Doch – wie ist es, wenn wir mal nicht „die Besseren“ sind? Darf man sich dann nicht auch über ein schönes Spiel freuen? Oder sollten wir nicht auch mit den Verlierern trauern? Geteiltes Leid ist halbes Leid, sagt der Volksmund. Und ist es nicht sogar immer wieder eine ehrenwerte Aufgabe, die Trauernden zu trösten? Aber können wir dies mit der Flagge des Siegers? Wohl kaum.

Ich denke, wir sollten andere Fahnen schwenken. Fahnen, die genauso die Begeisterung zeigen, aber die auch gleichzeitig Trost spenden können….

So etwas gibt es nicht?

Doch!

Ich denke, ich habe so eine Fahne gefunden, halt nein, genau so eine Fahne haben mir meine Kinder schon vor ein paar Jahren, zur Fußballweltmeisterschaft damals, geschenkt.

Jetzt habe ich sie wieder an meinem Auto gehisst, denn es gilt:

Flagge zeigen zur Europameisterschaft:

Smiley-Fahne an Auto

So macht auch der Fußball richtig Spaß!

Arbeit mit Spaß und Freude

In den letzten Wochen habe ich diesen Blog etwas vernachlässigt. Vor allem lag dies an einigen schönen neuen Projekten. Für Arbeit und Leben habe ich verschiedene Kurse zur Weiterbildung für Betriebsräte gegeben. Und zum 100jährigen Jubiläum der Frauenhilfe in Bad Lippspringe habe ich eine Festschrift erstellt und viele Fotos geschossen.

Diese Projekte haben mir viel Spaß gemacht. Für die kommenden Wochen habe ich jedoch nicht mehr so viele Verpflichtungen. So kann ich die Zeit hoffentlich nutzen, um für diesen Blog wieder ein paar mehr Artikel zu schreiben.

Ein Jahr nach der Atomkatastrophe in Japan – Aktionen in Gronau und Paderborn

Am 11. März letzten Jahres begann, ausgelöst von einem Erdbeben und einem Tsunami, die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Die Ereignisse im hochtechnisierten Japan zeigen, dass es sichere Atomkraftwerke nicht gibt und die konsequente Energiewende realisiert werden muss. Aus diesem Anlass findet am 11. März eine Groß-Demo in Gronau wegen der nahen Uranreicherungsanlage in Gronau statt. Am Jahrestag der Katastrophe geht es vor der Urananreicherungsanlage in Gronau um die Energiewende. Nach dem GAU in Japan sind in der Bundesrepublik acht der 17 Atomkraftwerke stillgelegt worden. Erst Ende 2022 geht das letzte AKW vom Netz. Eine Ausstiegsvereinbarung fehlt ausgerechnet für die Anlage in Gronau, die weiterhin Brennstoffe für viele Atomkraftwerke  weltweit produziert.

Der Paderborner Kreisverband der Partei „Die Grünen“ fährt mit einem Bus zur Gronauer Demonstration. Treffpunkt ist um 9.15 Uhr der Autohof an der A 33 Anschlussstelle Mönkeloh im Bereich des Road House. Anmeldungen über das Grüne Büro ( 05251 / 26549 oder per Mail buero@gruene-paderborn.de.

Am Montag, den 12. März, findet in Paderborn um 18 Uhr vor dem Rathaus eine Mahnwache statt.

Auf der Webseite des Veranstalters heisst es dazu:

Redebeiträge gedenken ein Jahr nach Fukushima der Katastrophe und der Opfer.
Die politischen Aktivitäten zum Ausstieg aus der Atomenergie im Paderborner Land werden beleuchtet.

Teilnehmer der Mahnwache können in kurzen Redebeiträgen ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Oder ganz einfach nur in Stille der Opfer gedenken.

Selbstverständlich sind neben Transparenten auch Kerzen und Blumen für die Opfer willkommen.

Weitere Infos über www.paderborner-land-erneuerbar.de oder unter
info@paderborner-land-erneuerbar.de,
c/o Reinhard Menne, Am Kleeberg 8a, 33178 Borchen (V.i.S.d.P)

ACTA – Eine neue Gefahr für das freie Internet

Gestern erreichte mich ein neuer Hilferuf der Organisation Avaaz. Avaaz ist ein Kampagnennetzwerk, das mit Bürgerstimmen weltweit politische Entscheidungen zu beeinflussen sucht.

In der aktuellen Kampagne geht es um ACTA, ein Abkommen, das es erlauben wird, privaten Konzernen im Internet Zensur auszuüben. Aus meiner Sicht wäre die Durchsetzung von ACTA eine unerhörte Angelegenheit, denn wenn überhaupt irgendwer berechtigt sein darf, Zensur auszuüben, Bußgelder oder Strafen zu verhängen, dann darf dies nur ein demokratisch kontrollierter Rechtsstaat. Aber niemals ein „Ausschuss“ , ausgehandelt zwischen reichen Ländern und mächtigen Konzernen.

Wenn Sie mehr über ACTA erfahren wollen, lesen Sie bitte bei Wikipedia nach, bei Spiegel Online wurde dazu heute ein kritischer Artikel veröffentlicht.

Und, wenn Sie sich meiner Meinung anschließen wollen, dann unterzeichnen Sie bitte auch die Avaaz-Petition:

An alle Mitglieder des EU-Parlaments:

Als besorgte Bürger der Welt rufen wir Sie dazu auf, für ein freies und offenes Internet einzustehen und die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) abzulehnen. Das Internet ist ein wichtiges Mittel für den weltweiten Gedankenaustausch und die Förderung von Demokratie. Zeigen Sie echtes globales Führungsverhalten und schützen Sie unsere Rechte.

Glanzlichter

Schwarzkelchen - Siegerbild des Glanzlichter Wettbewerbs 2011

Schwarzkelchen - Siegerbild des Glanzlichter Wettbewerbs 2011 (c)glanzlichter.com

Am Freitag, den 20. Januar 2012 wurde in Paderborn im Naturkundemuseum die Ausstellung „Glanzlichter 2011“ eröffnet. Sie zeigt die 87 Siegerfotos des renommierten, internationalen Wettbewerbs. Ich bin auch in diesem Jahr von den Fotos wieder hellauf begeistert und beeindruckt. Das Siegerbild zeigt ein Schwarzkelchen. Aufgeregt schlug es mit dem Schwanz, als es wohl seinen Schatten sah und darin vielleicht einen Rivalen zu erkennen glaubte. Die Ausstellung ist in Paderborn noch bis Ostern, bis zum 9. April zu sehen.

Zur Einführung gibt der bekannte Paderborner Naturfotograf Dieter Schonlau Einblicke in seine Regenwald-Arbeit. Dieter ist auch Mitveranstalter des Paderborner Abuna – Abenteuer und Naturfotofestivals. Zur Ausstellungseröffnung zeigte er zunächst einen kleinen „Trailer“ über seine „Regenwaldarbeit“ und ging dann an Hand ausgewählter Bilder noch etwas ausführlicher auf seine Erlebnisse als Naturfotograf ein.Lernen kann man von ihm vor allem, dass es nicht nur Begeisterung, sondern auch viel, viel Geduld und Beharrungsvermögen bedarf, bis man ein tolles Bild in den Händen halten kann.

„Besondere Naturfotos haben alle etwas gemeinsam: sie sind ein Dokument der Schöpfung, die uns umgibt und hervorgebracht hat. Als Fotograf möchte er den Regenwald, sein Spiel mit Lichtern und Farben, seine eigenartigen Bewohner, durch seine Fotos sprechen lassen und ihn in seiner mannigfaltigen, bezaubernden Pracht zeigen. Der Betrachter seiner Aufnahmen soll in diese faszinierende Welt eindringen. Er soll einen authentischen Eindruck bekommen und erkennen, wie einzigartig und schützenswert dieses zerbrechliche Ökosystem ist.“ schreibt HDAV über ihn, dem ist nichts hinzuzufügen.

Hier sein Trailer auf YouTube:

Ich wünsche mir, dass es noch viel mehr Menschen geben möge, die sich wie Sandra und Dieter für den Erhalt dieser Paradiese auf Erden einsetzen. In Zusammenarbeit mit NATIONAL GEOGRAPHIC wird im Herbst 2012 Ihr erstes Buch auf den internationalen Markt erscheinen.