7 Wochen ohne …

Heute, am Aschermittwoch beginnt wieder die Fastenaktion „7 Wochen ohne“. Für mich bedeutet „fasten“ ein Einüben in die Freiheit. Denn wirklich „frei“ ist man meines Erachtens nur, wenn man wirklich auf etwas verzichten kann. Denn oft genug ist die „Freiheit der Wahl“ nur eine scheinbare Freiheit.

Die Aktion „7 Wochen ohne“ steht jedes Jahr unter einem besonderen Motto. Im Jahr 2009 lautete das Motto „Sich entscheiden – 7 Wochen ohne Zaudern“. Das traf damals genau auf meine Situation zu: sollte ich weiter in der Computerindustrie arbeiten, oder mich doch lieber auf den Weg machen, aufbrechen in die Selbstständigkeit? Ich habe mich damals für den neuen Weg entschieden und es bis heute nicht bereut. Vielleicht finden auch Sie in diesem Jahr ja Ihren ganz besonderen Zugang zu dieser Aktion.

Mehr Informationen im Internet unter http://www.7wochenohne.de

Projekt B.I.S.S.

 

B.I.S.S.: „Bildungs-Initiative SchülerInnen und Studierende“

Das Projekt B.I.S.S. der Diakonie Paderborn-Höxter setzt sich dafür ein, dass alle Schülerinnen und Schüler dieselben Bildungschancen haben, egal welche Voraussetzungen das Elternhaus bietet. Es ermöglicht Mädchen und Jungen eine gezielte Lernförderung. Dabei geht es nicht nur um den normalen Schulstoff, sondern auch um Lerntechniken oder Lernmotivation. Für die Schüler ist dieses Angebot kostenlos.

Den Start des Projekts hat die „Aktion Lichtblicke“ gefördert, damit konnten 111 Schülerinnen und Schüler Unterstützung erhalten. Rund 70% von ihnen kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Die Förderung durch die Aktion Lichtblicke läuft nun leider aus, so dass zur Fortführung des Projekts dringend neue Sponsoren gesucht werden.

Die Idee für B.I.S.S. entstand in der Schulmaterialienkammer der Diakonie. Immer wieder zeigte es sich, dass Kinder aus Familien mit niedrigerem Einkommen nicht nur Schulmaterialien, sondern auch Unterstützung beim Lernen dringend benötigen. Wer aber ein besonderes niedriges Einkommen hat, wie soll der qualifizierten Nachhilfeunterricht bezahlen können?

Bei B.I.S.S. wird der Nachhilfeunterricht durch Studentinnen und Studenten erteilt, die später selbst den Lehrerberuf ergreifen möchten. Sie erhalten dadurch früh einen Einblick in ihr späteres berufliches Arbeitsfeld. Zusätzlich erhalten sie praktische Anleitungen zum Führen von Eltern- und Schülergesprächen, zum Umgang mit Lernschwierigkeiten oder zur Lernmotivation. Für den Förderunterricht erhalten sie eine Aufwandsentschädigung.

B.I.S.S. will mehr, als nur zusätzlich Grammatik pauken. In Zusammenarbeit mit Eltern und der Schule wird der genaue Förderbedarf ermittelt. Gerade auch die Eltern werden in die pädagogische Arbeit mit dem Kind einbezogen.

Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es im Internet zum Beispiel auf den Seiten der Stadt Paderborn und der Diakonie Paderborn-Höxter. Interessant ist auch ein Bericht aus der Neuen Westfälischen Zeitung .

Spendenkonto:

Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
Stichwort „B.I.S.S.“
Konto-Nr. 2105039010
BLZ 35060190
KD-Bank e.G. – Bank für Kirche und Diakonie

Martin Luther King jr. Tag

Jeweils am dritten Montag im Januar wird in den USA der Martin-Luther-King-Tag begangen. Dadurch kann man dort ein langes Wochenende haben – und dieser Feiertag liegt immer in der Nähe des tatsächlichen Geburtstags von Martin Luther King, dem 15. Januar 1929).

Im Jahr 2000 hatte ich die Gelegenheit, bei einem ausführlichen Besuch unserer Partnerkirche, der United Church of Christ (UCC), in den USA das Geburtshaus von Martin Luther King in Atlanta und verschiedene andere wichtige Orte (Montgomery, Birmingham) aus seinem Leben zu besuchen. Auf dieser Reise habe ich so einige „Veteranen“ der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung getroffen, unter anderen auch Odessa Woolfolk, die das Birmingham Civil Rights Institute mitgründete.

Die UCC hat jetzt ein nettes kleines Video veröffentlicht, dass man gut als Gruß an Freunde in den USA (natürlich auch hier 🙂 ) verschicken kann.

 

 

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, nur Licht kann dies. Hass kann nicht Hass vertreiben, dies kann nur die Liebe.

Wir sollten uns viel öfter an diesen großartigen Menschen erinnern und immer wieder versuchen, seinen Traum von Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit, Schritt für Schritt schon hier auf Erden unter uns wahr werden zu lassen.

Not sehen und Handeln

Die Caritas-Konferenzen des katholischen Pastoralverbundes Bad Lippspringe-Schlangen laden ein zu einer Tagung im Forum Maria Mater, Grüne Straße 34, Bad Lippspringe am 21. Januar 2012 um 15.00 Uhr.

In der Einladung heißt es: „Gäste aus Politik und dem Gemeinwesen informieren über die aktuelle Situation  vor Ort  und erörtern  mögliche Lösungen und knüpfen untereinander Kontakte. Gibt es wirklich materielle Armut? Was können wir gemeinsam tun? Wohin kann der Weg gehen?
Belassen Sie es nicht nur bei Fragen. Lassen Sie uns gemeinsam an diesem Nachmittag in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Institutionen und Betroffenen nach Lösungen suchen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Gesprächsleitung hat  Herr Karsten Hentschel als Koordinator für die Caritas im Dekanat Paderborn. Das Ende der Veranstaltung ist für ca. 17:45 Uhr geplant. Nach Beendigung des Thementags besteht die Möglichkeit, um 18 Uhr an einem Gottesdienst in St. Marien Bad Lippspringe teilzunehmen, in der die Thematik „Armut“ aufgegriffen wird.

Nachdem es in Paderborn schon 2009 und 2010 Sozialkonferenzen gab, ist eine solche Veranstaltung in Bad Lippspringe sicherlich mehr als überfällig. Die Frage in der Einladung „Gibt es wirklich materielle Armut?“ ist sicherlich nur rhetorisch gemeint, denn sonst könnten Hilfsorganisationen wie die „Lippspringer Engel“ sicherlich kaum existieren.

Ich bin gespannt, ob es tatsächlich gelingt „Lösungen“ zu finden. Doch noch wichtiger als mögliche Konzepte, die dann vielleicht doch nicht klappen, ist für mich, dass sich hier überhaupt Menschen auf den Weg machen. Auch eine Art des „alternativen Aufbruchs“!

Ein neues Jahr – ein neuer Blog

Mit dem neuen Jahr beginne ich auch einen neuen Blog. Es wird Zeit, dass sich meine Domain, der „alternative Aufbruch“ auch mit etwas Inhalt füllt.

„Alternativer Aufbruch“, das ist der manchmal von mir genutzte Name für mein Unternehmen, meine „Selbstständigkeit“. Doch er ist auch Programm. Vor zwei Jahren bin ich bei der Firma „Fujitsu Siemens“ ausgestiegen. Schon als Jugendlicher hatte ich davon geträumt, nur bis zum Alter von 50 Jahren arbeiten zu müssen. Bis dahin wollte ich so viel Geld verdient haben, dass ich mich selbst nicht mehr „verkaufen“ müsste. Okay, es hat ein paar Jahre länger gedauert, doch lieber spät als zu spät.

In der Firma durfte mensch nie schwach sein. Hier galt es immer Stärke zu zeigen. Stärke forderten die Vorgesetzten, Stärke im Job, Stärke gegenüber den Konkurrenten, als Betriebsrat erwarteten auch die Kolleginnen und Kollegen von mir, das ich immer Stärke zeige.

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig

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Doch wie lautet in diesem Jahr die Jahreslosung der christlichen Kirchen in Deutschland? Man findet diese Stelle im 2. Brief des Paulus an die Korinther  in Absatz 12, Satz 9:

Jesus Christus spricht: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

 

So mancher in der Firma mag bei meinem Ausstieg gedacht haben: „Jetzt haben sie ihn auch weich gekocht“. Ja – da ist sicherlich auch etwas wahres dran. Aber müssen wir denn immer Stärke zeigen? Der Ausstieg war für mich gleichzeitig ein Aufbruch zu etwas neuem. Jetzt – nach rund zwei Jahren – ziehe ich zufrieden Bilanz. Die ganze Ohnmacht, die man als abhängig Beschäftigter in einem Industrieunternehmen immer wieder erlebt, ist von mir gewichen. Und nicht nur bei mir selbst, immer wieder entdecke ich neue Aufbrüche, neues Blühen, neues Wachsen!

Davon soll dieser Blog in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten handeln.