Endlich: Fairer Kaffee bei der Bahn!

Heute mal eine gute Nachricht:

Bei der deutschen Bahn gibt es ab nächsten Monat in den ICEs endlich überall fair gehandelten Kaffee!

Dies berichtet vor wenigen Stunden die Berliner Zeitung in einem Artikel.

Ganz herzlichen Dank auch an Melanie Weigel. Sie hat mit einer Petition bei change.org sicherlich zu dieser Entscheidung der Bahn kräftig mit beigetragen.

ICE Restaurantwagen auf dem Bahnhof in Kassel-Wilhelmshöhe

Meine nächste Fahrkarte habe ich schon gekauft. Der Kaffee muss getestet werden!

 

Inauguration Day

Heute beginnt die Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Für viele Menschen geht es am heutigen Tag nur um die Show. Welche Stars treten bei den Feiern auf, welche nicht? Bei Barack Obama vor acht Jahren waren zum Beispiel Pete Seeger und Bruce Springsteen dabei:

Pete Seeger ist am 27. Januar 2014, im Alter von 94 Jahren gestorben.  Bruce Spingsteen hat schnell klar gemacht, das er nicht mit Donald Trump feiern kann und will. So wie viele andere Stars auch. Und man muss kein Star sein, um sich dieser Feier zu verweigern. Viele meiner amerikanischen Bekannten rufen dazu auf, heute die Fernseher auszuschalten oder Programme auszuwählen, die bewusst keine aktuellen Berichte bringen, wie z.B. den „History Cannel“ um die Einschaltquote „für Donald Trump“ zu drücken.

Doch für mich gab es dazu eine ganz überraschende Nachricht:

Am 6. Januar berichtet CNN, dass die Marching-Band des Talladega College auch zur Trumps Amteinführung spielen wird. Die Band hatte sich schon vor langer Zeit dafür beworben, als noch gar nicht fest stand, wer tatsächlich zum Präsidenten gewählt wird.  Ich habe das Talladega College im Jahr 2000 besucht, denn es ist eine der wenigen Hochschulen im „Council for Higher Education“ der United Church of Christ, unserer amerikanischen Schwesterkirche. Das College wurde vor 150 Jahren in Alabama von ehemaligen Sklaven gegründet. Man ist dort stolz auf die lange Tradition des Kampfes gegen den Rassismus und für Toleranz und Demokratie.

Die Leitung der UCC ist von dieser Entscheidung gar nicht begeistert und versuchte in einem Brief die Leitung des College noch umzustimmen. Doch der Leiter entgegnete:

„… I feel for our students. They want to go. I feel I have to be responsible to the student body. It’s about this band wanting to be part of this event.We are representing the state of Alabama. It’s not about politics. It’s about the experience. It’s about a peaceful transition of power. We’re confident we made the right decision. God did not put us in this position just to leave us at this point.“

Mögen diese jungen Leute den Radikalen um Trump mal so richtig schön den Marsch blasen! Manchmal muss man vielleicht auch über seinen Schatten springen.

16. Juni: Syrien und der Nahe Osten

Heute mal ein Veranstaltungshinweis:

Syrien und der Nahe Osten
Hintergründe und Perspektiven
mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund
am Montag, 16. Juni 2014 um 19:30 Uhr im Haus der Kirche, Bielefeld

Durch zahlreiche Reisen zu Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten wird Clemens Ronnefeldt auf dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen eine Einschätzung der aktuellen Situation vornehmen und Zusammenhänge aufweisen.
Dabei wird es ihm besonders auch um die Vorstellung eines Syrien – Friedensplanes gehen sowie um die Frage, was Deutschland angesichts des Krieges in Syrien tun kann.

Der Internationale Versöhnungsbund:
Der Internationale Versöhnungsbund wurde 1914 von engagierten Christen im Anschluss an eine Konferenz zur Verhinderung des ersten Weltkrieges gegründet. Heute gehören  dem Versöhnungsbund rund 100.000 Mitglieder in 50 Staaten der Erde an. Sieben Friedensnobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, darunter Martin Luther King, gingen aus dem Internationalen Versöhnungsbund hervor. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.

Wie kommt man dort hin? Und wer lädt eigentlich ein? Steht alles in diesem Einladungsflyer.

Viel los …

In den letzten Monaten habe ich diesen Blog leider etwas vernachlässigt. Im Sommer wollte ich mich bewusst eine Zeitlang vom Computer fern halten, denn es gibt sooo viele andere schöne Dinge im Leben, denen ich mich widmen wollte.

Und jetzt ist schon wieder so viel zu tun, dass mir (fast) die Zeit zum bloggen fehlt.

In dieser Woche habe ich gleich zwei Vorträge über die Türkei-Rundreise vor einem Jahr gehalten. Hier im Internet gibt es darüber ja viele Informationen in meinem Blog „Auf den Spuren des Apostel Paulus“.

In der kommenden Woche halte ich einen Vortrag über „Kometen – schmutzige Schneebälle am Firmament“ an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus.

Diesen Samstag  kann man mich sogar im Radio hören, zwischen 8 und 9 Uhr morgens, in der Sendung „In unserem Alter“ auf WDR 4.

Viel war ich für die Kirche unterwegs. Im September waren wir vom Kreissynodalvorstand zur Visitation in den Gemeinden Borgentreich und Peckelsen. Im nächsten Monat steht wieder die Landessynode der evangelischen Kirche von Westfalen an.

Meine Tätigkeit für Arbeit und Leben in Bielefeld brachte mich u.a. nach Dresden und Hamburg, dort habe ich Kurse zum Thema „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ mit durchgeführt. Und nächste Woche gibt es in Paderborn von der IG Metall eine große Fachtagung zum Thema „Industrie – Arbeit 4.0„.

So bin ich immer wieder neu gefordert, viel unterwegs …. manchmal können „Aufbrüche“ auch schon fast ein wenig anstrengend werden. trotzdem will ich versuchen, hier wieder etwas öfter und ausführlicher über meine Aktivitäten zu berichten.

Dresden

In dieser Woche habe ich beruflich in Dresden zu tun. Ich betreue hier ein Seminar von Arbeit und Leben Bielefeld zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dresden wurde als Tagungsort ausgewählt, weil es mit dem Hygienemuseum eine herausragende Institution gerade zu diesem Thema in Deutschland zu bieten hat.

Gestern hatten wir nach dem eigentlichen Seminar eine Stadtführung organisiert, durchgeführt von „Igeltour-Dresden„. Der Titel dieses Stadtrundgangs lautete „Dresden von hinten“. Hier wurden uns u.a. auch einige Dinge gezeigt, die der gewöhnliche Tourist in dieser Stadt wohl nur selten zu sehen bekommt, z.B. das Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nazis im März 1933 in dieser Stadt und verschiedene Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg. Auch spielte das Gedenken an die 25.000 Opfer durch die englischen Bombenangriffe Februar 1945 eine Rolle.  Hier versuchen seit einigen Jahren Neonazis dieses Gedenken für ihre braune Propaganda zu mißbrauchen. Umso mehr „Hut ab!“ vor allen Dresdner Frauen und Männer und ihren Freundinnen und Freunden, die sich diesen Naziaufmärschen in den Weg stellen. Auch ich habe in den schrecklichen Nächten des Februar 1945 in Dresden eine Tante und zwei Cousins „verloren“. Ihre Namen sind heute in der wiederaufgebauten Frauenkirche verewigt. Ihnen – und allen anderen Toten des Weltkriegs sind wir heute verpflichtet, für den Frieden zu kämpfen – und das sich ein Terror wie zur Zeit der Nationalsozialisten nie wieder wiederholen möge.

 

 

Polarlicht im Zeitraffer

Heute möchte ich Ihnen ein kleines Video präsentieren, Aufnahmen des Polarlichts im Zeitraffer:

 

The Aurora from TSO Photography on Vimeo.

Dieser Film wurde im nördlichen Norwegen, bei Kirkenes an der Grenze zu Russland gedreht.

Nach Kirkenes möchte ich in diesem Jahr auch noch gerne aufbrechen. Nicht zum Polarlicht, auch wenn das ebenfalls sehr spannend wäre, sondern zur Mitternachtssonne Anfang Juni. Am 6. Juni findet in diesem Jahr ein sog. „Venus-Transit“ statt, der Planet Venus wandert von der Erde aus gesehen genau vor der Sonnenscheibe entlang. Ein solches Ereignis gab es zuletzt am 8. Juni 2004. Nach 2012 gibt es ein solches Ereignis jedoch erst wieder im Jahr 2117 zu sehen.

In Deutschland ist am 6. Juni nur das Ende des Ereignisses zu beobachten. Im hohen Norden Europas kann dank der Mitternachtssonne jedoch – sofern das Wetter mitspielt – der komplette Transit von Anfang bis Ende beobachtet werden.