Konzernatlas Landwirtschaft

heute machte mich der Newsletter des BUND auf eine interessante neue Lektüre aufmerksam, den „Konzernatlas Landwirtschaft“. Im Newsletter heißt es dazu:

Landwirtschaft-Konzernatlas-2017-Titelbild

„… das neue Jahr beginnt – und altbekannte Konzerne wollen ihre Macht noch vergrößern. Bayer versucht gerade, Monsanto zu kaufen. Rewe und Edeka teilen die Märkte von Kaiser’s/Tengelmann zwischen sich auf. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Die gesamte Agrar- und Lebensmittelindustrie konzentriert sich immer stärker. So halten – wenn es nach dem Willen der Konzerne geht – Ende dieses Jahres drei (!) Unternehmen mehr als 60 Prozent dieses Sektors. Drei Konzerne, die bestimmen können, wie die weltweite Landwirtschaft aussieht!

Mit bäuerlicher Erzeugung, traditionellem Handwerk und einer intakten Natur hat das ziemlich wenig zu tun, sondern vielmehr mit einem einträglichen Geschäft für die Konzernriesen, die sich Felder und Märkte untereinander aufteilen.

Im Konzernatlas 2017 beleuchten wir dieses Big Business kritisch. Und gehen der Frage nach: Wie können wir die Macht über unser Essen zurückgewinnen?„

Der BUND und viele, viele andere Gruppen werden daher auch am 21. Januar in Berlin, dort findet dann die populäre „Grüne Woche“ statt, für eine ökologisch-bäuerliche Landwirtschaft und fairen Handel demonstrieren.

Die Radikalität des Evangeliums leben

Heute bekam ich eine Einladung für eine sicherlich sehr interessante Veranstaltung am Sonntag, den 29. Oktober 2017. Leider in Dortmund und nicht hier in der Nähe.

Die „Catholic Worker“ Bewegung in den USA wurde – wenn man so will – am 1. Mai 1933 inNew York gegründet. Damals erschien die erste Ausgabe der gleichnamigen Zeitung. Heute betreiben die „Catholic Worker“ hauptsächlich in den USA, aber auch in einigen anderen Ländern Häuser der Gastfreundschaft, in Hamburg zum Beispiel das  „Brot und Rosen“ und in Dortmund die Suppenküche Kana.

Dort findet auch die Veranstaltung statt, in der Anne und Peter Budde über ihren Besuch im Maryhouse in New York City berichten.

Wer sich im Internet über die Bewegung informieren möchte, dem sei diese Zeitung in deutscher Sprache empfohlen.

Paderborn ist bunt und weltoffen!

Hier mal etwas wichtiges:

Bitte den Aufruf weitersagen, weiter verbreiten und am 12. Februar 2016 dabei sein:

Paderbunt-Aufruf zu den Veranstaltungen am 12. Februar

                                         in der Paderborner Innenstadt                                           

Alle Paderbornerinnen und Paderborner in Stadt und Kreis, hier geboren, hierhin zugezogen oder geflüchtet, rufen wir auf, am Freitag, dem 12. Februar, deutlich Flagge zu zeigen:

  •  beim Friedensgebet des Forums der Religionen, 17 Uhr, Marienplatz
  • bei der politischen Bühne der Parteien und Gewerkschaften, 18 Uhr, Rathausplatz
  • bei der Bühne für Geflüchtete, ehren- und hauptamtliche Unterstützer*innen, 18 Uhr, Neuer Platz
  • bei der Kundgebung „Paderborn rockt zusammen“, 18 Uhr, Imadstr./Fürstenbergstr.
  • bei der Demo „ Das Riemeke rockt zusammen – Mit uns!“ vom Rathaus ins Riemekeviertel, 19 Uhr

Ausnahmslos gilt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Auch angesichts von Flüchtlingsnot und sexualisierter Gewalt.

Wir nehmen es nicht hin, dass Frauenrechte und die sexuelle Gewalt gegen Frauen für fremden- feindliche Zwecke missbraucht werden. Nach Silvester sind Flüchtlinge und ihre Unterstüt- zer*innen noch einmal mehr unter Rechtfertigungsdruck geraten. Wie Erzbischof Becker erklären wir: Umso stärker benötigen sie unsere Unterstützung!

Gegen Ausgrenzung

Wer wie die AfD den Einsatz scharfer Waffen gegen geflüchtete Menschen an den deutschen Grenzen fordert, wer wie die AfD die vielen freiwilligen Helfer in den Willkommensinitiativen als

„nützliche Idioten“ einer unfähigen Politik diffamiert, wer behauptet, die Flüchtlingsunterkünfte würden zu „Brutstätten der Gewalt“, wer fordert, das Asylrecht auszusetzen und die deutschen Grenzen sofort zu schließen, der verlässt den Boden des Grundgesetzes und der Realität.

Die widerwärtige Hetze auf den Demos von AfD und Pegida ist der Begleitchor zu den Gewalttaten gegen Flüchtlinge und Unterkünfte. Deutschland ist in diesen Tagen leicht entflammbar, wenn wir sehen, dass im Durchschnitt täglich zwei Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, mit Hakenkreuzen und Parolen beschmiert oder angezündet werden. Nicht von ungefähr haben sich Neonazis in die AfD-Demos eingereiht. Sorgen wir dafür, dass der Mob mit seiner Angstmache in der Ecke steht.

Für Willkommenskultur

An den Fluchtursachen sind wir nicht unschuldig. Die überwältigende Mehrheit der Flüchtlinge kommt nach dramatischer Flucht und in größter Not. In dieser Zeit gibt es in Deutschland Zehntausende von Menschen, die nicht lange fragen, was dieses Land, sondern was sie selbst für Flüchtlinge tun können. Ehrenamtliche und Hauptamtliche, Junge und Alte, aus allen Bevölkerungsschichten und –gruppen. Sie alle leisten vorbildliche und großartige Arbeit, oftmals bis an den Rand der Erschöpfung.

Die Flüchtlingshelfer*innen sind das Rückgrat unserer weltoffenen und demokratischen Gesell- schaft. Sie kümmern sich um ein gutes und friedliches Zusammenleben. Unseren eigenen Grund- werten sind wir es schuldig, geflüchteten Menschen Zuflucht, neue Hoffnung und Heimat zu geben und gegen Hetze und Rassismus Farbe zu bekennen.

Als demokratische Kräfte erklären wir: Viele Menschen, die hierherkommen, werden hier bleiben. Für eine gute Integrationspolitik müssen vielfältige politische und gesellschaftliche Anstrengungen unternommen und zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir werden alles dafür tun, dass diese Gesellschaft Solidarität und Zusammenhalt für Alle organisiert und erlebt.

Es gibt viel zu tun…

Mancher hat mich schon gefragt, ob es diesen Blog noch gibt. Ja klar, ich habe ihn ja nicht vom Netz genommen. Doch ehrlich, oft fehlt mir einfach die Zeit zum Schreiben.

Heute Abend bin ich in Hamburg, morgen unterstütze ich hier wieder ein Seminar von Arbeit und Leben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Abends im Hotel, da habe ich dann doch endlich mal wieder etwas Zeit zum Nachdenken, zum Schreiben.

Auch wenn die Anlässe eigentlich traurig sind, aber ich denke, das neue Jahr hat gut angefangen. Meine Kollegen von Fujitsu in Paderborn (dort habe ich bis vor sechs Jahren, als es noch Siemens Fujitsu hieß, selbst gearbeitet und als Betriebsrat gewirkt) wehren sich gegen die Schließung ihres Betriebes. Auf den Webseiten der IG Metall Paderborn berichte ich darüber regelmäßig.

Es ist gut, dass die Kolleginnen und Kollegen sich jeden Montag und bei anderen Aktionen auf machen, um ihren Protest auszudrücken. Die Erfolgsaussichten sind gering, doch wer sich gar nicht wehrt, der kann auch nichts gewinnen. Letzte Woche gab es eine große Demonstration in die Innenstadt. Für viele war es sicherlich die erste „richtige“ Demo. Ich denke, da ist so mancher neuer Denkprozess gestartet worden. Und vielleicht sieht der eine oder andere Kollege jetzt auch die Notwendigkeit von Gewerkschaften und Solidarität anders als noch früher.

So wie die Kollegen des größten Paderborner Metallbetriebes, Benteler, es schon lange wissen. Ihr Organisationsgrad ist deutlich größer, da kann der „Arbeitgeber“, der Eigentümer, der Kapitalist, nicht ganz so rücksichtslos schalten und walten. Bei Benteler sollten, so die Ankündigung der Chefetage im letzten Jahr, 1600 Arbeitsplätze gestrichen werden und drei Werke in Deutschland geschlossen werden. Doch die Kollegen dort machten schnell klar, dass sie nicht alles mit sich machen lassen. Gemeinsam mit der Gewerkschaft haben sie erreicht, dass alle Werke erhalten bleiben, dass es Investitionen gibt in Zukunftsprojekte und das auf betriebsbedingte Kündigungen in den kommenden Jahren verzichtet wird.

Auch hier durfte ich einige Aktionen begleiten, meine Bilder der letzten Sitzung der Tarifkommission erscheinen nächste Woche in einem Flugblatt zu den Ergebnissen dort. Was mich dort sehr beeindruckt hat, wie solidarisch man sich auf der Kollegenseite am Ende „zusammengerauft“ hat. Denn die Unterschiede zwischen den Standorten sind doch erheblich. Und wie schnell lassen sich von der Chefetage normalerweise die verschiedenen Standorte gegeneinander ausspielen. Ein Beispiel, was Mut für die Zukunft macht!

Und das sind nicht meine einzigen Aktivitäten. Ich bin ja nicht nur für die Gewerkschaft aktiv. Doch was ich für die Kirche, für mein Hobby oder sonstwo machen, das findet man – mehr oder weniger – in anderen Blogs, auf anderen Webseiten….

P.S.: … und heute freue ich mich besonders über die Europameister im Handball, die Weltmeister im Rodeln, die Grand-Slam-Siegerin in Australien, und das „mein“ Verein Holzbein Kiel, endlich mal wieder klar gewonnen hat….

Auf nach Berlin – TTIP stoppen!

Mehr Informationen: http://www.ttip-demo.de.

Dort gibt es Informationen über Sonderzüge und vieles mehr.

Gewerkschaftsmitglieder können zum Beispiel von vielen Orten aus OWL, auch aus Paderborn, umsonst mit dem Bus nach Berlin fahren. Dazu ist jedoch eine Ameldung bei der jeweils zuständigen Gewerkschaftsstelle notwendig.

Auf nach Berlin! Ich hoffe, wir sehen uns dort!

Für Toleranz und Willkommenskultur

Demonstration für Toleranz und Willkommenskultur

*****
Hier gehts zu einer großen Bildergalerie: 111 Fotos dieser schönen Veranstaltung!

*****

Wir gehen am Samstag, den 7. Februar um 13:00 Uhr, zusammen für eine solidarische und weltoffene Gesellschaft auf die Straße! Für eine freiheitsliebende Gesellschaft ohne Ab- und Ausgrenzung, die für soziale Gerechtigkeit einsteht!.

Anlässe gibt es dazu genug: Die Fremdenfeindlichen PEGIDA-Demonstrationen und Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien sind nur einige Beispiele. Statt Flüchtlinge für gesellschaftliche Probleme verantwortlich zu machen, muss es unsere Aufgabe sein, ihre Aufnahme als Chance zu begreifen und ihnen ein würdiges Leben zu ermöglichen.

Gemeinsam möchten wizeigen, dass Paderborn eine bunte und tolerante Stadt ist. Wir rufen Paderborner*innen auf, sich für Toleranz und Willkommenskultur an der Demonstration zu beteiligen.
Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf dem Rathausplatz. Von dort aus folgt eine Demonstration durch Westernstraße, Westerntor, Le-Mans-Wall, Liboriberg, Kasseler Straße zur Abschlußkundgebung am Platz der Alten Synagoge.

Flyer zur Demonstration

Praktische Integration

In diesen Tagen wird an vielen Orten für ein friedliches Zusammenleben Menschen verschiedener Religionen, Hautfarben oder Herkunftsländer demonstriert. Es ist sehr gut, wenn deutliche Zeichen gegen Rassismus, Ausländerhass, Fremdenfeindlichkeit gesetzt werden.

Doch wie kommen wir tatsächlich zu einem guten, freundlichen Zusammenleben? Wie kann aus einem Vorsatz, aus dem guten Willen auch ein Stück Wirklichkeit, gar Lebensfreude werde? Demonstrieren ist einfach, aber das „wahre Leben“ manchmal auch…

Plakat Internationales Kochen 2015

Plakat Internationales Kochen 2015

Dies kann man in den kommenden Wochen und Monaten in Bad Lippspringe wieder einmal auf ganz einfache Weise einüben und erleben. Das „Zentrum für ehrenamtliches Bürgerengagement in Bad Lippspringe“ und „Ihr und Wir – Arbeitsgemeinschaft Integration“  veranstalten wieder einen Internationalen Kochkurs. Ich durfte für die Veranstaltungsreihe wieder das Foto für das Plakat mit allen beteiligten Köchinnen und Köchen machen. Das hat schon viel Spaß gemacht. Jetzt bin ich ganz gespannt auf die Kochabende!

Am 4. Februar gibt es Essen aus Eritrea, am 18. Februar aus Burundi und Nigeria, am 4. März aus Bangladesch, am 18. März aus Sri Lanka, am 15. April aus Mali und am 29. April aus Italien (Apulien). Kommen Sie mit! Melden Sie sich schnell an, die Plätze sind begrenzt!

16. Juni: Syrien und der Nahe Osten

Heute mal ein Veranstaltungshinweis:

Syrien und der Nahe Osten
Hintergründe und Perspektiven
mit Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund
am Montag, 16. Juni 2014 um 19:30 Uhr im Haus der Kirche, Bielefeld

Durch zahlreiche Reisen zu Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten wird Clemens Ronnefeldt auf dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen eine Einschätzung der aktuellen Situation vornehmen und Zusammenhänge aufweisen.
Dabei wird es ihm besonders auch um die Vorstellung eines Syrien – Friedensplanes gehen sowie um die Frage, was Deutschland angesichts des Krieges in Syrien tun kann.

Der Internationale Versöhnungsbund:
Der Internationale Versöhnungsbund wurde 1914 von engagierten Christen im Anschluss an eine Konferenz zur Verhinderung des ersten Weltkrieges gegründet. Heute gehören  dem Versöhnungsbund rund 100.000 Mitglieder in 50 Staaten der Erde an. Sieben Friedensnobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, darunter Martin Luther King, gingen aus dem Internationalen Versöhnungsbund hervor. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.

Wie kommt man dort hin? Und wer lädt eigentlich ein? Steht alles in diesem Einladungsflyer.

Aufbruch in eine andere Welt

Heute muss ich einfach mal ein paar Zeilen aus einem ganz traurigen Anlass schreiben. Von einer fröhlichen Osterreise zurück gekehrt, fand ich in meinem Briefkasten die Mitteilung, das mein alter Freund Karl gestorben sei.

Schon im Oktober letzten Jahres war Rolf gestorben.

Beiden sind 1950 geboren, waren also ein paar Jahre älter als ich. Von Ihnen habe ich viel gelernt. Es ist lange her, vielleicht der erste große Aufbruch in meinem Leben. Wir Oberschüler kämpften damals mit anderen jungen Menschen für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in unserer kleinen Stadt.

Gemeinsam wollten wir damals in den siebziger Jahren die Welt verändern. Nicht wie die 68er, einfach nur „spontan“ auf die Straße gehen, nein, wir wollten das schon besser, professioneller angehen. Wir studierten viel Literatur, und wir suchten die Auseinandersetzung mit dem „Klassenfeind“ in der politischen Praxis.

Viele Erinnerungen kommen hoch, man könnte vielleicht ein Buch darüber schreiben, über diese erste, wilde Zeit. Doch wer nur zurück schaut, wird niemals im Morgen ankommen.

Rolf und Karl sind trotz vieler, erheblicher Rückschläge, ihren Idealen von damals treu geblieben und waren beide bis zuletzt politisch aktiv. Sie werden uns allen fehlen.

Rolf ging damals auf die Werft. Schnell wurde er zum Betriebsrat gewählt. Das gefährliche Asbest wurde am Ende sein Schicksal. Und auch Karl kämpfte mit größten gesundheitlichen Problemen. Doch trotz 90% Erblindung und als Dialyse-Patient kämpfte er gegen eine mögliche Frühverrentung. Nein, er wollte im Leben bleiben, arbeiten, für sich und seine Freunde selber sorgen.  Zu seinem 60. Geburtstag hatte er uns alle noch einmal eingeladen.

Freunde von Karl schrieben in ihrer Traueranzeige:

Seine Neugier, seine Lust am Debattieren, seine  –  mitunter auch schwierige  –  aber wertvolle Streitbarkeit, seine politischen Analysen und auch seine Kochleidenschaft und Gastfreundschaft werden uns allen fehlen.

 

Ich hätte es nicht besser formulieren können.

Betriebsratswahlen

Ich weiß, es klingt pathetisch, aber ich bin fest überzeugt, es gibt sie noch, die wirklichen Helden in unserem Land. Und dies sind zu Glück gar nicht mal wenige. Ich meine damit die Betriebsräte bei uns. Klar, nicht alle pauschal. Sicherlich gibt es auch da so einige, die gekauft sind oder lieber in die eigene Tasche wirtschaften, davon mag die Presse berichten. Für mich sind die tatsächlichen „Helden der Arbeit“ jene Kolleginnen oder Kollegen, die sich tagtäglich im Betrieb für die Belange der abhängig Beschäftigten einsetzen. Sie verzichten oft auf eine klassische Karriere, sie boxen sich nicht „nach oben“ durch, sondern kümmern sich viel lieber um den täglichen „Kleinkram“. Um vernünftige Regelungen zur Arbeitszeit, um zum Beispiel auch Alleinerziehenden noch  Zeit für die Kinder zu geben. Sie achten darauf, das Gesetze zum Arbeits- und Gesundheitsschutz eingehalten werden. Sie erheben ihre Stimme gegen Schikanen, Willkür und Mobbing. Das findet meist ganz unspektakulär statt. Doch es ist keine einfache Arbeit. Denn es ist doch klar: jede dieser Aktionen vermindert den Profit, „stört die Wettbewerbsfähigkeit“, um einmal die Sprache der anderen Seite zu benutzen.

Doch so etwas macht unsere Gesellschaft auch immer etwas menschlicher, etwas solidarischer. Solche Kolleginnen und Kollegen gilt es zu unterstützen. In diesen Wochen finden in ganz vielen Firmen Betriebsratswahlen statt. Im Vorfeld dazu habe ich mehrere Schulungen durchgeführt, um die Wahlvorstände fit zu machen, damit es nicht zu Anfechtungen der Wahlen kommen kann.

Und ich konnte auch die einen oder anderen Kandidaten beraten und in ihrem Wahlkampf unterstützen. So hatte ich mit den Kolleginnen und Kollegen von Benteler Steel/Tube in Paderborn einen netten, lustigen Termin zum „Fotoshooting“. Die wollten nicht ein „langweiliges“ Plakat, auf dem schlichte Portraits abgebildet sind, sondern sie wollten auch durch die Bilder zeigen, wie engagiert sie für ihre Sache eintreten.

Hier eines der Plakate:

Werbeplakat IG Metall Betriebsratswahl Benteler

Das Foto der Kandidatinnen und Kandidaten stammt von mir. Die Gestaltung des gesamten Plakats hat einer der Betriebsräte selbst übernommen.  Der Einsatz hat sich gelohnt. Natürlich wurde die Liste der IG Metall wieder die stärkste Kraft im Betriebsrat. und das ist auch gut so.