Endlich mal durchatmen!

Es sieht so aus, als ob die gegenwärtige Corona-Pandemie auch ihre guten Seiten hat. Zumindest für uns hier in Deutschland. Hier gibt es zum Glcük keine so strikten Ausgangsbeschränkungen wie i manchen anderen Ländern. Es wird – sicherlich zurecht – empfohlen zuhause zu bleiben. Aber maximal zu zweit dürfen wir doch auch nach draußen. Nicht nur im die notwendigen besorgungen zu erledigen, nein, wir dürfen auch rausgehen um spazieren zu gehen, zu joggen, Fahrrad zu fahren – einfach um die „frische Luft“ zu genießen. Und damit sind wir schon beim Thema dieses Blogbeitrags.

Frische Luft – haben wir da einfach nur Glück mit dem Wetter, oder ist die Luft tatsächlich messbar besser geworden?

Wer an sonst viel befahrenen Straßen wohnt, wird sicherlich sofort sagen: „Der Verkehr ist deutlich weniger geworden, da muss die Luft doch besesr sein.“

Und in der Tat, das schöne Wetter hat viele Menschen motiviert, auf das Fahrrad umzusteigen. Fahrradhändler, soweit sie geöffnet haben, können sich vor Aufträgen kaum retten. Alte schinken werden repariert, neue Modell sind teilweise ausverkauft und haben Wartezeiten länger als viele Automodelle.

Wie können wir aber wirklich unterscheiden, ob wir einfach nur Glück mit dem Wetter haben, oder ob die Umweltbelastung tatsächlich zurück gegangen ist?

Eine aktuelle Untersuchung der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zeigt nun deutlich, dass „trotz des Wettereinflusses, ein Coronoa-Effekt auf die Luftqualität eindeutig“ nachweisbar ist. Dies gelingt durch die Kombinantion von Langzeitmessungen an Wetterstationen und Satellitenbeobachtungen. Wieder einmal zeigt sich hier der Nutzen der Weltraumfahrt. Seit vielen Jahren liefert der europäische Satellit MetOP-A täglich Messungen der globalen Schadstoffverteilung.

Vergleich der NO2-Belastung in Europa zwischen März/April 2019 und 2020
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

 

Kein Wunder, dass dieser Effekt auf unsere Luftqualität von den meisten menschen in Deutschland als eine der positiven Auswirkungen der Corona-Pandemie gesehen wird. Die Sehnsucht nach einer die Gesundheit erhaltenden Umwelt ist groß. Hoffentlich gelingt es, diese Sehnsucht auch in reale politische Maßnahme zu wandeln, wenn nach der Krise „unsere“ (?) Wirtschaft wieder angekurbelt werden soll.