Women’s March on Washington

Heute demonstrieren viele, viele Frauen in Washington, an vielen anderen Orten der USA, ja an vielen Orten weltweit:

We stand together in solidarity with our partners and children for the protection of our rights, our safety, our health, and our families – recognizing that our vibrant and diverse communities are the strength of our country.

 

Our Mission

The rhetoric of the past election cycle has insulted, demonized, and threatened many of us – immigrants of all statuses, Muslims and those of diverse religious faiths, people who identify as LGBTQIA, Native people, Black and Brown people, people with disabilities, survivors of sexual assault – and our communities are hurting and scared. We are confronted with the question of how to move forward in the face of national and international concern and fear.

In the spirit of democracy and honoring the champions of human rights, dignity, and justice who have come before us, we join in diversity to show our presence in numbers too great to ignore. The Women’s March on Washington will send a bold message to our new government on their first day in office, and to the world that women’s rights are human rights. We stand together, recognizing that defending the most marginalized among us is defending all of us.

We support the advocacy and resistance movements that reflect our multiple and intersecting identities. We call on all defenders of human rights to join us. This march is the first step towards unifying our communities, grounded in new relationships, to create change from the grassroots level up. We will not rest until women have parity and equity at all levels of leadership in society. We work peacefully while recognizing there is no true peace without justice and equity for all.

HEAR OUR VOICE.

Viele meiner Freundinnen und Freunde in den USA sind heute in Washington oder bei einem der vielen „Sister Marches“ in anderen Städten dabei. Auch in Deutschland, z.B. in Heidelberg, Düsseldorf oder Berlin wird demonstriert.


Inauguration Day

Heute beginnt die Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Für viele Menschen geht es am heutigen Tag nur um die Show. Welche Stars treten bei den Feiern auf, welche nicht? Bei Barack Obama vor acht Jahren waren zum Beispiel Pete Seeger und Bruce Springsteen dabei:

Pete Seeger ist am 27. Januar 2014, im Alter von 94 Jahren gestorben.  Bruce Spingsteen hat schnell klar gemacht, das er nicht mit Donald Trump feiern kann und will. So wie viele andere Stars auch. Und man muss kein Star sein, um sich dieser Feier zu verweigern. Viele meiner amerikanischen Bekannten rufen dazu auf, heute die Fernseher auszuschalten oder Programme auszuwählen, die bewusst keine aktuellen Berichte bringen, wie z.B. den „History Cannel“ um die Einschaltquote „für Donald Trump“ zu drücken.

Doch für mich gab es dazu eine ganz überraschende Nachricht:

Am 6. Januar berichtet CNN, dass die Marching-Band des Talladega College auch zur Trumps Amteinführung spielen wird. Die Band hatte sich schon vor langer Zeit dafür beworben, als noch gar nicht fest stand, wer tatsächlich zum Präsidenten gewählt wird.  Ich habe das Talladega College im Jahr 2000 besucht, denn es ist eine der wenigen Hochschulen im „Council for Higher Education“ der United Church of Christ, unserer amerikanischen Schwesterkirche. Das College wurde vor 150 Jahren in Alabama von ehemaligen Sklaven gegründet. Man ist dort stolz auf die lange Tradition des Kampfes gegen den Rassismus und für Toleranz und Demokratie.

Die Leitung der UCC ist von dieser Entscheidung gar nicht begeistert und versuchte in einem Brief die Leitung des College noch umzustimmen. Doch der Leiter entgegnete:

„… I feel for our students. They want to go. I feel I have to be responsible to the student body. It’s about this band wanting to be part of this event.We are representing the state of Alabama. It’s not about politics. It’s about the experience. It’s about a peaceful transition of power. We’re confident we made the right decision. God did not put us in this position just to leave us at this point.“

Mögen diese jungen Leute den Radikalen um Trump mal so richtig schön den Marsch blasen! Manchmal muss man vielleicht auch über seinen Schatten springen.

USA: Immer nur Trump – oder auch mal auf das Volk schauen?

Unsere Medien hier sind voll mit Berichten über Trump. Aus jeder seiner Äußerungen wird gleich ein journalistischer Hype. Sicher – was ein amerikanischer Präsident macht oder was er nicht macht – hat manchmal auch entscheidenden Einfluss auf das, was bei uns passiert.

Doch die USA sind nicht nur „Trump“. Es gibt auch eine Gegenbewegung. Und die kommt auch nicht aus den Zentralen der üblichen Verdächtigen, sondern nach meinem Eindruck eher von „unten aus der Provinz.“

Vielleicht zum Beispiel durch solche Aktionen wie diese hier:

„Hundred of activists boost people’s agenda at Kansas Capitol rally“.

oder auch hier: http://www.kansas.com/news/politics-government/article125944214.html

Ich wurde darauf aufmerksam, weil auf Youtube die Rede meines Freunde Tobias gezeigt wurde. Hier das kleine Video:

Es geht den Menschen in Kansas um nicht weniger als folgende Ziele:

The Kansas People’s Agenda:
Economic Justice
Racial & Indigenous Justice
Adequate & Equitable Public Education
Healthcare Access
Anti-Corruption Policy
Environmental Stewardship & Sustainable Agriculture
Criminal Justice Reform
Gender Equity
Responsible Gun Policy
LGBT Rights
Voting Rights
Immigrant Rights
Infrastructure Investment
Children Protection
Religious Freedom

Die USA werden sich während der Regierungszeit von Präsident Trump sicherlich verändern. Die Richtung ist aber aus meiner Sicht noch lange nicht ausgemacht.

Martin Luther King jr. Tag

Jeweils am dritten Montag im Januar wird in den USA der Martin-Luther-King-Tag begangen. Dadurch kann man dort ein langes Wochenende haben – und dieser Feiertag liegt immer in der Nähe des tatsächlichen Geburtstags von Martin Luther King, dem 15. Januar 1929).

Im Jahr 2000 hatte ich die Gelegenheit, bei einem ausführlichen Besuch unserer Partnerkirche, der United Church of Christ (UCC), in den USA das Geburtshaus von Martin Luther King in Atlanta und verschiedene andere wichtige Orte (Montgomery, Birmingham) aus seinem Leben zu besuchen. Auf dieser Reise habe ich so einige „Veteranen“ der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung getroffen, unter anderen auch Odessa Woolfolk, die das Birmingham Civil Rights Institute mitgründete.

Die UCC hat jetzt ein nettes kleines Video veröffentlicht, dass man gut als Gruß an Freunde in den USA (natürlich auch hier 🙂 ) verschicken kann.

 

 

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, nur Licht kann dies. Hass kann nicht Hass vertreiben, dies kann nur die Liebe.

Wir sollten uns viel öfter an diesen großartigen Menschen erinnern und immer wieder versuchen, seinen Traum von Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit, Schritt für Schritt schon hier auf Erden unter uns wahr werden zu lassen.