Graureiher im Aufbruch

Manchmal wirkt auch ein verunglücktes Foto ganz nett. Auf dem Dach meines Nachbarn hatte sich heute Morgen ein Graureiher gestellt. Ich schnell den Fotoapparat geholt, abgedrückt – Sch… gedacht, der flog gerade in dem Moment ab… – Nochmal Sch… gedacht, denn die Kamera war noch auf Einstellungen der Mondfinsternis gestern Abend gestellt, 1600 ISO, 1/20 sec Belichtungszeit … total überbelichtet, aber dann am Computer das ganze einfach um 4,5 Blenden runter geregelt …

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Graureiher im Abflug

Sieht doch gar nicht mal so schlecht aus, oder?

Immer noch Arbeit mit Spaß und Freude

In den letzten Wochen hatte ich wieder einige interessante Aufträge. Mit einigen habe ich etwas Geld verdient. Andere waren ganz “ehrenamtlich” ohne irgendeine Bezahlung oder ein Honorar.

Für eine selbstständige Kollegin habe ich eine erste Webseite erstellt. Sie wollte gerne auch eine “Hausnummer” im Internet haben. Sie ist eine hervorragende Autorin für Marketingtexte, Broschüren, Firmenzeitungen und entsprechende Publikationen. Bei ihr gibt es kein “Marketing-Bla-Bla”, sondern klare, vernünftige Argumentationsketten zu lesen. Wir waren früher eine Zeitlang in der gleichen Abteilung, schon damals hat mir imponiert, wie kritisch sie jedesmal hinterfragt hat, wer ist denn überhaupt die “Zielgruppe” für ein bestimmtes Produkt und wie lässt sich diese wirklich angemessen ansprechen. Der Name ihrer kleinen Firma: “Zebra Text und Konzept“. Fakten – schwarz auf weiß. Klar und Präzise, wie man es sich wünscht.

Plakat-Internationales-KochenEinen anderen sehr schönen Termin hatte ich gleich zu Beginn des Jahres, als ich für ein Plakat eine Gruppe “internationaler” Frauen und Männer fotografieren durfte. Schon seit einigen Jahren veranstaltet die Organisation “Ihr und Wir gegen Rechts” internationale Kochkurse in unserer Stadt. Diesmal werden an sieben Abenden Gerichte aus sieben verschiedenen Ländern gekocht: Brasilien, Äthiopien, Russland, …. Alle Beteiligten wohnen in unserer Stadt. Durch das gemeinsame Kochen kommt man sich näher, spricht miteinander, lernt sich kennen. Eine schöne Initiative für Integration und gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit.

Ein “Dauerbrenner” ist inzwischen meine Tätigkeit für die IG Metall. Für die Verwaltungsstellen in Bielefeld und Paderborn habe ich etliche eine Reihe von Artikeln für die jeweiligen Webseiten und Lokalseiten in der Metallzeitung verfasst. Eine Arbeit, die mir nach wie vor viel Spaß und Freude bereitet. Für Arbeit und Leben Bielefeld e.V. war ich ebenfalls wieder aktiv, diesmal u.a. auf einem Kurs zum Thema “Arbeits- und Gesundheitsschutz” in Dortmund.

Besonders freue ich mich, als Webmaster für ein Fußballturnier der Initiative “Respekt und Vielfalt in OWL” aus DGB-Jugend und den Bielefelder Sportverein TuS Ost aktiv sein zu dürfen.

 

Sonntag – Zeit zum Auf-Atmen

Am 3. März 2013 findet in Deutschland und mehreren EU-Staaten der ökumenisch getragene “Internationale Tag des freien Sonntags” statt.
Nach einer Pressemitteilung der EKD rufen der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, dazu auf, den Sonntag als freien Tag zu schützen und zu bewahren: “Leider müssen wir feststellen, dass die Zahl derjenigen,
die sonntags arbeiten, in Deutschland rasant und branchenübergreifend ansteigt.
Dabei ist der Sonntag nicht nur für uns Christen eine heilsame Unterbrechung und damit das Gegenbild zur Ausrichtung des gesamten Lebens
an Erfordernissen der Wirtschaft.”

Mehr Informationen zum “Internationalen Tag des freien Sonntags” findet man im Internet bei der “Allianz für den freien Sonntag.”

Schuldenerlass vor 60 Jahren

Plakat Londoner SchuldenabkommenHeute jährt sich das “Londoner Schuldenabkommen” von 1953 zum sechzigsten Male.

Hier ein Text aus einer Broschüre zu diesem “Feiertag”:

Der 27. Februar 1953 ist ein historischer Tag für die Bundesrepublik Deutschland. An diesem Tag wurde in der britischen Hauptstadt das „Londoner Schuldenabkommen“ unterzeichnet, und zwar von Vertragspartnern, die wenige Jahre zuvor noch Kriegsgegner gewesen waren: Die junge Bundesrepublik als (nach ihrem Selbstverständnis: einzige) Nachfolgerin Hitler-Deutschlands auf der einen Seite und die West-Alliierten, vertreten durch England, Frankreich und die USA sowie weitere Gläubigerstaaten auf der anderen Seite; insgesamt waren Vertreter von mehr als 20 Staaten beteiligt.
Das Londoner Schuldenabkommen mit seinen außergewöhnlich humanen Konditionen für das hoch verschuldete Nachkriegs-Deutschland hat wesentlich zum deutschen Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre und zu einem schnellen Wiederaufbau des zerstörten Landes beigetragen.
Das Abkommen ist noch heute eines der wenigen historischen Beispiele dafür, wie umsichtig und nachhaltig Schuldenmanagement sein kann – wenn der politische Wille dazu vorhanden ist. Damit liefert „London 53“ ein Vorbild und eine Orientierung für die heutige Diskussion um eine Entschuldung der Länder des Südens.

Wäre es nicht an der Zeit, wenn Deutschland und die EG sich auf Grund dieser Erfahrungen entscheidet, eine aktive Rolle bei der Entschuldung der Länder des Südens zu spielen?

Mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite zum “Erlassjahr“. Dort finden Sie auch die Broschüre zum download, aus dem ich hier zitiere.

Eigene Wege gehen … auch zum Valentinstag

Als ich auf der Suche nach einem schönen Blumenmotiv zum Valentinstag meine Fotosammlung durchschaute, lachte mich diese trotzige Ringelblume an, wie sie sich da frech und eigenwillig neben dem Blumenkasten zwischen den Steinen der Terrasse ihren ganz eigenen Weg gebahnt hatte.

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Schnell noch etwas Graffiti an die Holzwand geschrieben und schon ist mein Gruß zum Valentinstag fertig.

(Vorerst) gewonnen!

camapct-keine-überwachungEndlich gibt es mal wieder etwas Positives zu vermelden. Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf zum “Arbeitnehmerdatenschutz” zurück gezogen. War es tatsächlich unser aller Widerstand? Knapp 75000 Unterschriften durch campact im Internet organisiert, massive Proteste von Gewerkschaften und vielen engagierten Oppositionspolitikerinnen und -politikern. Und hatte man einfach nur Angst, wenn man dieses Thema jetzt zu sehr in die Öffentlichkeit bringt, dass dann die Piratenpartei wieder aus der Versenkung nach der Niederlage bei der Niedersachsenwahl hervor geholt wird?

Egal, wie dem auch sei. Ich freue mich. Jetzt kann es auf diesem Gebiet einen Neuanfang der Diskussion geben und vielleicht kommt ja am Ende doch noch ein Gesetz heraus, dass den Namen “Arbeitnehmerdatenschutz” zeitgemäß regelt.

Weiter Informationen zu diesem “Projekt” gibt es in einem ausgezeichneten WordPress blog, auf den ich hier gerne hinweise: Beschäftigtendatenschutz – aber richtig!

Fröhliche Weihnachten!

“Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…”

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… es muss ja nicht gleich der “Herr der Herrlichkeit” sein, der da an unsere Tür klopft.

Das Niedrigste an-nehmen und im Kleinsten das Höchste zu erkennen, das ist Weihnacht.

Ich wünsche Dir und mir zu Weihnachten, dass wir stets eine offene Tür haben für all jene, welche bei uns vor der Tür stehen und die unsere Hilfe und Solidarität benötigen.

Ich wünsche ein gesegnetes Weihnachtsfest!

 

Dresden

In dieser Woche habe ich beruflich in Dresden zu tun. Ich betreue hier ein Seminar von Arbeit und Leben Bielefeld zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dresden wurde als Tagungsort ausgewählt, weil es mit dem Hygienemuseum eine herausragende Institution gerade zu diesem Thema in Deutschland zu bieten hat.

Gestern hatten wir nach dem eigentlichen Seminar eine Stadtführung organisiert, durchgeführt von “Igeltour-Dresden“. Der Titel dieses Stadtrundgangs lautete “Dresden von hinten”. Hier wurden uns u.a. auch einige Dinge gezeigt, die der gewöhnliche Tourist in dieser Stadt wohl nur selten zu sehen bekommt, z.B. das Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nazis im März 1933 in dieser Stadt und verschiedene Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg. Auch spielte das Gedenken an die 25.000 Opfer durch die englischen Bombenangriffe Februar 1945 eine Rolle.  Hier versuchen seit einigen Jahren Neonazis dieses Gedenken für ihre braune Propaganda zu mißbrauchen. Umso mehr “Hut ab!” vor allen Dresdner Frauen und Männer und ihren Freundinnen und Freunden, die sich diesen Naziaufmärschen in den Weg stellen. Auch ich habe in den schrecklichen Nächten des Februar 1945 in Dresden eine Tante und zwei Cousins “verloren”. Ihre Namen sind heute in der wiederaufgebauten Frauenkirche verewigt. Ihnen – und allen anderen Toten des Weltkriegs sind wir heute verpflichtet, für den Frieden zu kämpfen – und das sich ein Terror wie zur Zeit der Nationalsozialisten nie wieder wiederholen möge.

 

 

Im Gedenken an Neil Armstrong

Mond am 27. August 2012

Der Mond am 27. August 2012 – Im Gedenken an Neil Armstrong

Dieses Foto entstand im Gedenken an Neil Armstrong, der am letzten Samstag verstorben ist. Neil war einer der Helden meiner Jugendzeit, der erste Mensch, der den Mond betreten hat. Wahrscheinlich der größte Aufbruch im letzten Jahrhundert.

Zur Mondlandung war ich 14 Jahre alt. Schon lange habe ich zuvor das Apollo-Programm der USA verfolgt. Der Wettlauf zwischen den damaligen “Supermächten”, den USA und der UdSSR, der “Griff nach den Sternen” hatte für mich damals etwas sehr faszinierendes. Die Freude an der Astronomie ist bis heute geblieben.

Auf einer Webseite der Familie von Neil Armstrong heisst es:

“For those who may ask what they can do to honor Neil, we have a simple request. Honor his example of service, accomplishment and modesty, and the next time you walk outside on a clear night and see the moon smiling down at you, think of Neil Armstrong and give him a wink.”

(http://neilarmstronginfo.com/statement/)

Knapp übersetzt: “Wenn Sie Neil eine letzte Ehre erweisen wollen…, das nächste Mal, wenn Sie draußen in einer klaren Nacht spazieren gehen und der Mond auf Sie herunter lächelt, denken Sie an Neil und blinzeln Sie ihm zu.”

Flagge zeigen

Es ist mal wieder soweit: “alle Welt” zeigt Flagge. Zahllose Autos bei uns zeigen schwarz-rot-gold, aber immer wieder sieht man auch die Fahnen von England oder Portugal oder aus anderen Ländern.

Ich finde es ganz okay, wenn man die eine oder andere Mannschaft im Fußball unterstützt. Auch ich schau gerne zu und zittere mit “meinem Team”, wenn es mal nicht so läuft.

Doch ist es wirklich unser Traum, das “unsere” Mannschaft gewinnt? Ja, klar, werden mir alle antworten.  Doch – wie ist es, wenn wir mal nicht “die Besseren” sind? Darf man sich dann nicht auch über ein schönes Spiel freuen? Oder sollten wir nicht auch mit den Verlierern trauern? Geteiltes Leid ist halbes Leid, sagt der Volksmund. Und ist es nicht sogar immer wieder eine ehrenwerte Aufgabe, die Trauernden zu trösten? Aber können wir dies mit der Flagge des Siegers? Wohl kaum.

Ich denke, wir sollten andere Fahnen schwenken. Fahnen, die genauso die Begeisterung zeigen, aber die auch gleichzeitig Trost spenden können….

So etwas gibt es nicht?

Doch!

Ich denke, ich habe so eine Fahne gefunden, halt nein, genau so eine Fahne haben mir meine Kinder schon vor ein paar Jahren, zur Fußballweltmeisterschaft damals, geschenkt.

Jetzt habe ich sie wieder an meinem Auto gehisst, denn es gilt:

Flagge zeigen zur Europameisterschaft:

Smiley-Fahne an Auto

So macht auch der Fußball richtig Spaß!