Mit dem neuen Jahr beginne ich auch einen neuen Blog. Es wird Zeit, dass sich meine Domain, der “alternative Aufbruch” auch mit etwas Inhalt füllt.
“Alternativer Aufbruch”, das ist der manchmal von mir genutzte Name für mein Unternehmen, meine “Selbstständigkeit”. Doch er ist auch Programm. Vor zwei Jahren bin ich bei der Firma “Fujitsu Siemens” ausgestiegen. Schon als Jugendlicher hatte ich davon geträumt, nur bis zum Alter von 50 Jahren arbeiten zu müssen. Bis dahin wollte ich so viel Geld verdient haben, dass ich mich selbst nicht mehr “verkaufen” müsste. Okay, es hat ein paar Jahre länger gedauert, doch lieber spät als zu spät.
In der Firma durfte mensch nie schwach sein. Hier galt es immer Stärke zu zeigen. Stärke forderten die Vorgesetzten, Stärke im Job, Stärke gegenüber den Konkurrenten, als Betriebsrat erwarteten auch die Kolleginnen und Kollegen von mir, das ich immer Stärke zeige.

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Doch wie lautet in diesem Jahr die Jahreslosung der christlichen Kirchen in Deutschland? Man findet diese Stelle im 2. Brief des Paulus an die Korinther in Absatz 12, Satz 9:
Jesus Christus spricht: “Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.”
So mancher in der Firma mag bei meinem Ausstieg gedacht haben: “Jetzt haben sie ihn auch weich gekocht”. Ja – da ist sicherlich auch etwas wahres dran. Aber müssen wir denn immer Stärke zeigen? Der Ausstieg war für mich gleichzeitig ein Aufbruch zu etwas neuem. Jetzt – nach rund zwei Jahren – ziehe ich zufrieden Bilanz. Die ganze Ohnmacht, die man als abhängig Beschäftigter in einem Industrieunternehmen immer wieder erlebt, ist von mir gewichen. Und nicht nur bei mir selbst, immer wieder entdecke ich neue Aufbrüche, neues Blühen, neues Wachsen!
Davon soll dieser Blog in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten handeln.